Dank ihrer „universellen Anwendbarkeit“ haben sich Kollagenmembranen in der oralen Regeneration durchgesetzt. Sie lassen sich gut adaptieren, sind komplett resorbierbar, ein Zweiteingriff zur Membranentfernung erübrigt sich. Der Behandler kann je nach klinischem Einsatzgebiet zwischen nativen, also unbehandelt entnommenen, und chemisch aufbereiteten kreuzvernetzten Kollagenmembranen wählen. Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer, Mainz, bevorzugt bei größeren Augmentationen die kreuzvernetzen Varianten, da sie aufgrund der chemischen Aufbereitung über eine deutlich längere Standzeit und größere mechanische Festigkeit verfügen. Native Kollagenmembranen empfiehlt er bei kleineren Eingriffen wie Socket/Ridge Preservation und rät zur offenen Einheilung. Möglich ist aber auch ein Abdecken mit dichten (d) PTFE-Membranen. Ein Blick in die Zukunft: Derzeit werden Magnesium Scaffolds getestet, sowie Kombinationen von Kollagenmembranen mit Hyaluronsäure.
Diese VOI-Folge behandelt unter anderem folgende Fragen:
FEBOMFS MKG-Chirurg, Oralchirurg, Universitätsmedizin Mainz