Schnittstelle Parodontologie / Implantologie

Der Einfluss der Parodontologie auf die Implantologie nimmt deutlich zu – fachlich, konzeptionell und auch in der praktischen Versorgung. Das betont Dr. Frederic Kauffmann, Parodontologe in einer Düsseldorfer MKG-Gemeinschaftspraxis. Die Erhaltung der periimplantären Gewebe rücke mehr und mehr in den Fokus. Und hier seien Parodontologen mit ihrem Verständnis für Entzündung, Gewebeabbau, mikrobielle Biofilme und Immunreaktionen […]

Implantate im parodontal geschädigten Gebiss

Indikationen zur Implantatversorgung nach parodontitisbedingtem Zahnverlust steigen mit zunehmendem Alter der Patienten rasant. Sind bei diesem Patientenkollektiv biologische Komplikationen nach der Insertion vorprogrammiert? Müssen die Behandlungsprotokolle geändert werden? Nein, antwortet der Düsseldorfer Parodontologe Dr. Sebastian Becher. Mit fundierter Therapieplanung und strukturiertem Monitoring sei die implantologische Versorgung parodontal erkrankter Patienten heute kein Problem. Bei Entzündungsfreiheit erreichten […]

Drei Generationen – ein Thema: die Implantat-Abutment-Verbindung

Die Implantat-Abutment-Verbindung (I-A-V) bietet aufgrund ihrer Komplexität sehr viel Stoff für die Forschung und Wissenschaft. Prof. Dr. Katja Nelson widmet sich dem Thema seit Jahren in verschiedenen Arbeitsgruppen. Mittlerweile haben weitere Wissenschafts-Generationen das Thema für sich entdeckt. So forschen Jun.-Prof. Dr. Florian Kernen und Dr. Sina Wenger nicht nur an neuen Implantatsystemen, sondern greifen für […]

Sofortimplantationen und -versorgungen auf dem Vormarsch

Seit 2020 verzeichnet Dr. Dr. Mario Wieser einen kontinuierlichen Anstieg der Sofortimplantationen in seiner Zuweiserpraxis in Laßnitzhöhe bei Graz. Dank akribischer Absprachen mit den Zuweisern, steige auch die Zahl der Sofortversorgungen stetig, berichtet er.  Inzwischen würden sowohl Patienten als auch immer mehr Behandler erkennen, wie positiv sich Sofortimplantationen auf den Hart- und Weichgewebeerhalt auswirkten, so […]

Implantatästhetik vorhersagbar erreichen

Die Implantologie ist ein komplexes Querschnittsfach. Die Implantat-Hardware sowie digitale und manuelle Verfahren sind verknüpft mit der Biologie und der individuellen Situation des jeweiligen Patienten. Diese Komplexität erfordert gerade in anspruchsvollen Fällen klare Behandlungsstrategien. Prof. Dr. Arndt Happe blickt auf eine 30-jährige intensive oralchirurgische und implantologische Tätigkeit zurück und hat ein besonderes Interesse für die […]

Wege zum perfekten Emergenzprofil

Die exakte Übertragung des individuell gestalteten Gingivaformers auf das Arbeitsmodell ist essenziell für die prothetische Planung, wie PD Dr. Florian Rathe betont. Andernfalls stimme das Emergenzprofil der finalen Krone nicht mit der Planung überein. Er lässt analoge, individuelle Abformpfosten bei DEDICAM fertigen und gibt sie dem Überweiser mit. Denn ein perfektes Emergenzprofil habe nicht nur […]

Gamechanger Photogrammetrie?

Die Photogrammetrie scheint in der Implantologie eine immer breitere Anwendung zu finden, wenn es darum geht, die Implantatpositionen für Full-Arch-Versorgungen präzise digital zu erfassen. Analoge Verfahren zur Abformung ganzer Kiefer mithilfe von verblockten Abformpfosten galten lange als Goldstandard. Mit der Photogrammetrie scheint nun ein digitales Verfahren in die Zahnheilkunde Einzug zu halten, auf dessen Basis […]

Hat das Material der Suprakonstruktion Einfluss auf das Implantatüberleben?

Mit dieser Frage befasste sich Prof. Dr. Sigmar Schnutenhaus, Hilzingen, in einer klinischen Studie. Über einen Zeitraum von drei Jahren erhoben er und sein Team Daten bei Einzelzahnimplantaten (iSy Implantatsystem) im Seitenzahnbereich. 60 Patienten wurden nach definierten Kriterien in die Studie eingeschlossen und randomisiert mit Hybridabutmentkronen aus Lithiumdisilikat (LS2) oder aus Hybridkeramik (HC) versorgt. Das […]

Kollagenmembranen – natürlich oder kreuzvernetzt?

Dank ihrer „universellen Anwendbarkeit“ haben sich Kollagenmembranen in der oralen Regeneration durchgesetzt. Sie lassen sich gut adaptieren, sind komplett resorbierbar, ein Zweiteingriff zur Membranentfernung erübrigt sich. Der Behandler kann je nach klinischem Einsatzgebiet zwischen nativen, also unbehandelt entnommenen, und chemisch aufbereiteten kreuzvernetzten Kollagenmembranen wählen. Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer, Mainz, bevorzugt bei größeren Augmentationen die […]